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17.05.2016, 21:00 Uhr | EJZ, 07.Mai 2017
Ärgernis mit Potenzial?
Nordkreid-CDU fordert Abriss des Hotels "Zur Göhrde"
Die Nord-CDU würde das ehemalige Hotel „Zur Göhrde“ am liebsten sofort abreißen lassen, der Eigentümer plant, das 2015 teilweise abgebrannte Gebäude entweder zu verkaufen oder es in ein privates Kunstmuseum zu verwandeln.
Aufn.: R. Groß
Göhrde - rg Göhrde. Die Göhrde ist schön. Das Waldgebiet mit seinen tiefen, hügeligen Wäldern genau wie die Gemeinde mit ihren meist kleinen, im Wald verstreuten Dörfern voller Fachwerkhäuser und Geschichte. Doch von dieser Schönheit bekommen die meisten nicht viel mit. Ganz im Gegenteil: Die meisten Menschen, die durch die Göhrde kommen, sind Autofahrer auf der Bundesstraße 216, und die sehen von der Gemeinde derzeit vor allem die unansehnliche Seite. Oder, wie es der Göhrder Ratsherr Christof Goebel (CDU) ausdrückt: „Den Schandfleck“. Sie sehen das ehemalige Hotel „Zur Göhrde“, eine Ruine mit leeren Fensterhöhlen, einem zum Teil weggebrannten Dachstuhl, ausgeschlagenen Gefachen, Gerümpel, einem alten Volvo und einem wohl als Bauzaun-Ersatz gedachten Wall aus Holztüren, Lattenwerk und Flatterband. Eine Ruine direkt an der wichtigsten Einfallstraße nach Lüchow-Dannenberg. Doch das soll sich ändern: Die CDU im Göhrder Gemeinderat hat – mit Unterstützung einiger Nordkreis-Christdemokraten – den Kreis aufgefordert, sich des von ihr so empfundenen Problems anzunehmen. Wenn es sein muss mit der Abrissbirne. So schnell wie möglich. „Der jetzige Eigentümer scheint nicht daran interessiert zu sein, dieses Gebäude zu entfernen“, heißt es in einem Schreiben des CDU-Ortsverbandes Elbufer-Neu Darchau- Hitzacker-Göhrde an Landrat Jürgen Schulz (parteilos). Man bitte daher darum, „Ordnungsmaßnahmen gegenüber dem Eigentümer vorzunehmen beziehungsweise durchzusetzen“. Was für Maßnahmen das sein könnten, steht nicht in dem Schreiben. „Wir wissen, dass das Schreiben mittlerweile beim Landkreis eingegangen ist und dem Landrat vorliegt“, sagt Holger Hildebrandt, der für die CDU im Lüchow-Dannenberger Kreistag sitzt und das Thema auf die Tagesordnung einer der nächsten Kreistagssitzungen heben würde. „Es muss sich hier was tun“, fordert Christof Goebel: „Uns wäre es fast am liebsten, wenn hier schnell nur noch grüne Wiese wäre.“ Verheerend sei die Situation, gerade zur Kulturellen Landpartie. Wenn zigtausende Besucher in den Landkreis kommen, sei ein solcher Anblick „wirklich schädlich für uns als Gemeinde und auch für den Landkreis“. Ohne Abrissbirne, sondern mit Ideen will der Eigentümer des Hotels „Zur Göhrde“ den derzeitigen Zustand ändern.Es bestehe Einigung mit einem Hamburger Investor, teilt der Architekt Boris Lietzow, der das Areal vor einigen Jahren erworben hatte, auf EJZ-Anfrage schriftlich mit. 99 000 Euro sei der Preis, über den bereits Einigkeit bestehe, „eine Übertragung der Immobilie soll zeitnah erfolgen“. Für diesen Preis könnten „die Herren von der CDU“ das Grundstück samt aller Gebäude ebenfalls erwerben, so Lietzow. „Ansonsten werde ich den Brandschaden (ein mittlerweile Verurteilter 24-Jähriger aus Dömitz hatte das Hotel und mehrere weitere Gebäude in Lüchow-Dannenberg angezündet. Anm. d. Red.) weiterhin in ein privates Kunstmuseum umbauen. Eine Erlebnisgastronomie ist vorstellbar, hängt jedoch von Genehmigungen ab.“ Die Kreisverwaltung sei informiert, ein Gespräch mit Landrat Schulz habe vor über einem Jahr stattgefunden. „Ein Bauantrag wurde bereits 2014 abgelehnt, eine Anfrage, ob Mittel für das Hotel als Denkmal in Sicht wären, ebenfalls, da es kategorisch vom NLD (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Anm. d. Red.) abgelehnt wurde, das 1880 erbaute Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.“ Diese Pläne werde er demnächst auch präsentieren: „Eine Vorstellung im Gemeinderat der Göhrde ist schon länger anvisiert“, so Lietzow. „Meine Vorliebe für historische Gebäude in Ihrem Landkreis scheint bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bemerkt worden zu sein“, moniert Lietzow: „Die Meinung der CDU war stets eine unqualifizierte oder gar keine, irrelevant und oft hinderlich in jeder Beziehung für die Vorhaben, die ich realisiert habe.“ Etwa den komplizierten Wiederaufbau des abgebrannten Hotels „Ratskeller“ am Dannenberger Marktplatz, der zwar einige Verzögerungen aufwies – unter anderem, weil sich der Untergrund unter dem Gebäude als hochproblematisch erwies – aber heute die Innenstadt prägt und dort ein echter Blickfang ist.
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