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25.09.2017, 12:05 Uhr | EJZ vom 25.09.2017, Rouven Groß
Eckhard Pols - Verloren, aber doch gewonnen
CDU-Mann Eckhard Pols holt das Direktmandat im Wahlkreis Lüneburg- Lüchow-Dannenberg
Am Ende konnte Eckhard Pols dann doch lachen. In Siegerpose nahm der CDU-Bundestagskandidat die Glückwünsche seiner Parteifreunde und Unterstützer bei der CDU-Wahlparty im Schützenhaus in Bergen entgegen.
Bergen -
Bergen. Es hatte gereicht, mit 33,48 Prozent und damit fünf Prozentpunkten weniger als bei der Bundestagswahl 2013, aber eben auch fünf Prozent-punkten mehr als seine SPDKonkurrentin um das Direktmandat im Wahlkreis 37 Elbe, Hiltrud Lotze, schaffte der Glasermeister aus Lüneburg zum dritten Mal in Folge den Einzug in den deutschen Bundestag.
„Ein gutes Ergebnis, darauf können wir stolz sein – und darauf können wir aufbauen“, sagte er sichtlich gelöst und inmitten seiner nach Bergen mitgereisten Familie als endgültig feststand, dass ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen sein würde. „Ich freue mich wirklich, es war nicht einfach. Schließlich wissen wir alle, dass der Wahlkreis hier ein besonderer ist. Ein Wahlkreis, den das Thema Gorleben seit Jahrzehnten beschäftigt, ein Thema, das immer noch präsent ist, und das uns Christdemokraten hier einen schweren Stand verschafft hat.“

Begonnen hatte der Wahlabend dabei alles andere als verheißungsvoll. Als um 18 Uhr die erste Prognose des ARD-Wahlstudios über die große Leinwand im kleinen Saal des Schützenhauses flimmert, geht ein Stöhnen durch den Raum. Knapp unter 33 Prozent stehen unter dem CDU-Balken – versteinerte Mienen bei der Anhängerschaft der Christdemokraten im Schützenhaus. Dann erschrockene Blicke,als 13 Prozent für die AfD prognostiziert werden – man hatte es geahnt, befürchtet, doch dass es nun wirklich eingetreten ist, dass zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg Rechtsnationalisten in Fraktionsstärke in den Deutschen Bundestag einziehen, schockiert sichtlich. Fast mehr noch als das eigene Ergebnis, das eines der schlechtesten der jüngeren CDU-Vergangenheit zu werden droht. Und auch wird. Doch dessen ungeachtet, konnte man dann doch noch jubeln. Als die ersten Ergebnisse aus dem Lüchow Dannenberger Kreishaus auf einer zweiten Leinwand erscheinen, bricht es aus den CDU-Anhängern heraus.
Knapp 40 Prozent für Eckhard Pols, nur gute 20 für Hiltrud Lotze. Freude im Schützenhaus, auch wenn es erst eine Handvoll ausgezählter Wahllokale sind. Doch die Anspannung bleibt, wird sogar wieder größer, denn je mehr Ergebnisse eintrudeln, desto geringer wird der Abstand. Bis schließlich gegen 20.30 Uhr klar ist: Eckhard Pols wird das Direktmandat holen. „Wir haben gesehen, dass die Zweitstimmenkampagnen von FDP und auch AfD uns massiv geschadet haben“, kommentiert der Lüchow-Dannenberger CDUKreisvorsitzende und Landtagskandidat Uwe Dorendorf das Ergebnis. „Die Leute haben ihr Kreuz bei Eckhard Pols gemacht, dann aber mit der Zweitstimme die Liberalen oder die AfD gewählt.“
Das Ergebnis könne die CDU natürlich nicht zufriedenstellen, deshalb müsse man jetzt für die Landtagswahl klarstellen: „Beide Stimmen für die CDU. Sonst bekommen wir Probleme. Wir müssen klarmachen: Das ist noch nicht durch. Vollgas geben, noch drei Wochen, und dann entspannt in der Regierung Weihnachten feiern.“ Eckhard Pols bleibt also in Berlin. Handwerkspolitischer Sprecher im Wirtschaftsausschuss, das sei sein Ziel. Aber erst einmal „stehen Koalitionsverhandlungen an, das wird sicherlich nicht leicht“. Ein Jamaika- Bündnis aus CDU, FDP und Grünen? Könne er sich vorstellen. Muss er, geht ja wohl nicht anders. Für seine Favoriten-koalition Schwarz-Gelb „wird es ja nicht reichen“. Und dann will er streiten, sagt er. Für die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Besonders für Lüchow- Dannenberg, sagt Pols. Den Landkreis, der „uns und mich getragen hat“, sagt der Wahlsieger. Er sei Lüneburger, aber „längst in Lüchow-Dannenberg angekommen. Mit Leib und Seele. Und das meine ich so, wie ich es sage.“
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